Ratgeber aktualisiert am: 15.08.2018

Mehr als 65 Stunden Recherche sind in diesen Watersmoker Test Ratgeber geflossen. Nach Auswertung von technischen Daten, weiteren 25 Stunden Praxiserfahrung, Durchsicht von zahlreichen Tests und Kundenkommentaren sind wir zum folgenden Ergebnis gekommen: Der Rösle F50-S erhält unsere Empfehlung als Preis-Leistungssieger. Wer etwas weniger ausgeben möchte, erhält mit der BBQ Toro Räuchertonne eine solide Alternative zum Sparpreis. Unsere Empfehlung in der Luxusklasse ist zum zweiten Mal in Folge der Weber Smokey Mountain (47 cm).

Preis-Leistungssieger: Rösle F50-S

Rösle F50-S
Der Rösle F50-S überzeugt auf der ganzen Linie. Hervorragend verarbeitet und mit vielen sinnvollen Features ausgestattet: Deckelscharniere, Wärmespeicher, Wende-Kohlerost, Räder und eine angenehm große Grillfläche. Ein ausgezeichneter Watersmoker für Einsteiger und Profis.

Der Rösle F50-S hat innerhalb weniger Tage Testeinsatz die Herzen unserer Watersmoker-Tester gewonnen. Der Wende-Kohlerost ist für direktes und indirektes Grillen sehr praktisch, die Deckelscharniere ersparen das lästige Abnehmen des Deckels und die Räder sorgen für Mobilität.

Viele weitere sinnvolle Features sorgten für wahren Grillgenuß: Die Luftzufuhr kann präzise eingestellt werden, die Arbeitshöhe kann durch modularen Aufbau von 73cm auf 100cm verstellt werden und der integrierte 7L-Wasserbehälter sorgt für einen konstante Temperatur im Innenraum.

Damit ist der Rösle F50-S unser Preis-Leistung-Sieger und der perfekte BBQ Smoker für alle Einsteiger und fortgeschrittene BBQ-Fans.

Spartipp: BBQ Toro Räuchertonne

BBQ Toro Räuchertonne
Überraschend gute Ausstattung für kleines Geld. Die BBQ Toro Räuchertonne eignet sich für BBQ-Einsteiger ohne allzu hohe Ansprüche. Solider Watersmoker mit leichten Verarbeitungsfehlern.

Die wichtigste Frage bei unserer Recherche war: Wieviel Watersmoker erhält man für nicht mal 80 Euro? Die Antwort: Überraschend viel! Zwei Grillroste zum Grillen und Räuchern, abnehmbarer Aschekasten mit Zuluftregulation, Thermometer, Wasserwanne und Räucherhaken.

Bei diesem Preis muß man Abstriche machen in Punkto Wandstärke (nur etwa 1,5-2mm) und Verarbeitung: Tür und Scharniere sind nicht von höchster Qualität.

Empfehlung in der Luxusklasse: Weber Smokey Mountain (47 cm)

Weber Smokey Mountain (47 cm)
Zum zweiten Mal im Folge ist der Weber Smokey Mountain unser Sieger in der Luxusklasse. Dieser Watersmoker hat einfach alles: perfekte Verarbeitung, riesige Grillfläche und mit 4mm eine absolute Profi-Wandstärke. Wer über das Budget verfügt, sollte zum Smokey Mountain greifen.

Watersmoker von Weber gehören seit Jahren zur BBQ-Elite. Man sieht sie auf allen großen BBQ-Events, wie sie mit Leichtigkeit große Mengen von Grillgut zum perfekten Genuß verwandeln.

Dem Weber Smokey Mountain 47cm sieht man seine Herkunft an. Alle Teile sind sauber verarbeitet, die Lackierung durchgängig, alle Türen und Klappen schließen perfekt. Sauber verbaute Belüftung, konstante Innenraumtemperatur und ein dank solider Standfüße fester Stand runden das hervorragende Bild ab.

Jeder passionierte BBQ-Fans weiss: früher oder später landet man sowieso beim Weber Smokey Mountain…

Watersmoker – Der Ratgeber

Der Watersmoker erfreut sich hierzulande wachsender Beliebtheit. Im Gegensatz zum klassischen BBQ Smoker, der den meisten Grill-Fans schon länger bekannt ist, kam der Watersmoker erst in den 1990ern nach Deutschland und sorgt seitdem für Grill-Hochgefühle in den heimischen Gärten.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema Watersmoker. Wir schauen uns den Aufbau und Funktionsweise an, begleiten die Inbetriebnahme, finden den richtigen Aufstellort und geben Tipps zum Grillgut, Zubehör und Brennmaterial.

Auch die Kaufberatung darf an dieser Stelle nicht fehlen: In unserem Watersmoker Test werden die besten in Deutschland erhältlichen Smoker vorgestellt, miteinander verglichen und bewertet.

Ausserdem stellen wir die aktuellen Watersmoker-Bestseller vor. Diese Smoker verkaufen sich zur Zeit in Deutschland am besten, ein Blick in diese Tabelle lohnt sich besonders für BBQ-Fans mit einem etwas kleineren Budget.

Zu guter Letzt stellen wir Ihnen weitere Smoker-Typen, die wichtigsten Smoker-Hersteller und ihre Produktpalette vor. Freuen Sie sich auf viele weitere Informationen, die man in den jeweiligen Anleitungsheften nicht findet.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und allzeit reichlich Rauch im Rohr!

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Watersmoker ist ein einsteigerfreundlicher Smoker-Typ und ist leichter zu bedienen und meistern, als der klassische Barrel-Smoker.
  • Bei der Wahl des richtigen Watersmokers sollten folgende Merkmale besonders beachtet werden: Durchmesser der Grillroste und die dadurch verfügbare Grillfläche und Qualität der Verarbeitung (gibt es Spaltbildung zwischen den Bauteilen?).
  • Watersmoker werden hierzulande auch Wassersmoker, Grilltonne oder Räuchertonne genannt.

Watersmoker kaufen – Das müssen Sie beachten

Bei Kauf eines Watersmokers sollten Sie auf diese Merkmale besonders achten:

  • Anzahl und Durchmesser der Grillroste: Je größer das Durchmesser, desto mehr Grillfläche, desto mehr Grillgut können Sie gleichzeitig verarbeiten. Die größten Watersmoker verfügen über mehr als 50 Zentimeter Durchmesser.
  • Qualität der Verarbeitung: Es gibt Watersmoker, deren Bauteile nicht passgenau aufeinander abgestimmt sind, da es Abweichungen bei der Produktion gibt. Dadurch entstehen Spalte, durch die Wärme entweicht, was für einen Watersmoker ein NoGo ist. Sollten Sie solch ein Sonntagsgerät erwischen, tauschen Sie des Smoker um oder dichten die Spalte mit einem Dichtband (Keramikband) oder Ofendichtschnur ab.
  • Materialstärke: Je dicker das Blech, desto konstanter die Temperaturverhältnisse im Innern des Watersmokers. Wir empfehlen eine Materialstärke ab 2mm aufwärts.

Watersmoker im Test

Zu einer umfassenden Beratung gehören Testberichte von Fachmagazinen und anerkannten Verbraucherorganisationen. Derzeit gibt es leider keinen dedizierten Watersmoker Test bei der Stiftung Warentest.

Das Grillmagazin FIRE&FOOD hat in der Ausgabe 04/2011 einen Test von 3 Watersmokern durchgeführt. Einer der getesteten Smoker war der Weber Smokey Mountain. Wie die Geräte abgeschnitten haben, können Sie in der entsprechenden Ausgabe lesen. Hier können Sie die Ausgabe nachbestellen.

Barrel Smoker oder Watersmoker – Welchen Smoker-Typ brauche ich?

Ein Watersmoker hat gegenüber dem „klassischen“ BBQ Smoker einen großen Vorteil: Er nimmt weniger Platz ein. Deshalb ist ein Watersmoker perfekt für alle, die über wenig Stellfläche verfügen, aber dennoch große Grill-Wünsche haben.

Damit kommen wir direkt zu einer beliebten Frage, die sich so ziemlich jeder Smoker-Interessierte stellt:

Soll ich mir einen klassischen Barrel-Smoker oder lieber einen Watersmoker zulegen?

Beide Smokertypen haben ihre Vor- und Nachteile. Schauen wir uns deshalb die wichtigsten Merkmale im Vergleich an: Aufbau, Bedienung, Grillfläche, Grillergebnis, Anschaffungskosten.

Barrel-SmokerWatersmoker
Barrel SmokerWater Smoker
Ein vernünftiger Barrel-Smoker wird aus schwerem, dickem Stahl gebaut, dadurch wiegt er ordentlich. Bei einer Wanddicke von 5 mm können es schon mal 130 kg und mehr werden. Durch das Gewicht ist der Barrel-Smoker nicht wirklich beweglich.Die Wände eines Watersmokers sind wesentlich dünner, was sich jedoch nicht negativ auf das Grillergebnis auswirkt. Bei diesen aufrecht stehenden Smokern sind die Hitzquelle und Garraum übereinander angeordnet. Dadurch ist der Watersmoker leichter zu transportieren und nimmt viel weniger Platz in Anspruch. Smoken auf dem Balkon wird dadurch möglich.
Im Durchschnitt bieten Barrel-Smoker ca. 4000 cm² Grillfläche. Einige Modelle mit zusätzlichen Räucherofen können gut 6500 cm² Grillfläche erreichen.Bei einem Watersmoker mit zwei Grillrosten und Ø 42 cm Durchmesser muß man sich mit ca. 1300 cm² Grillfläche begnügen. Der Watersmoker ist somit für BBQ-Parties mit vielen Teilnehmern eher ungeeignet, da er relativ schnell an seine Grenzen stößt.
Ein Barrel-Smoker braucht Aufmerksamkeit: Brennmaterial nachlegen, Temperatur überwachen, mitten in der Nacht Wecker stellen und nachschauen, wie es brennt.All das entfällt nahezu komplett bei einem Watersmoker. Eine durch Ventile genau einstellbare Hitze und stabile Befeuerung durch Briketts machen ihn zum ziemlich pflegeleichten Selbstläufer. Mit entsprechenden Zubehör und genügend Brennmaterial kann der Watersmoker auch mal 24 Stunden am Stück ohne Aufsicht arbeiten.
Eingefleischte Barrel-Smoker-Besitzer behaupten, nichts kommt an den wahren, rauchigen Geschmack aus diesem Smoker-Klassiker.Watersmoker-Fans hingegen sind überzeugt, dass dieser sehr wohl geschmacklich mithalten kann. Wir finden: Das Gerät ist nicht entscheidend, sondern die Person, die ihn bedient 😉
Gute Barrel-Smoker, mit ordentlich Grillfläche, einem grossen Rauchrohr und einer vernünftigen Wandstärke kosten 1000€ und mehr.Für die besten Watersmoker muss man weniger als die Hälfte einplanen, ca. 400€.

 

Fazit: Wer noch keinen Smoker besitzt, dem legen wir einen Watersmoker ans Herz. Er ist etwas leichter zu bedienen, kostet weniger und nimmt weniger Platz in Anspruch, als ein Barrel-Smoker.

Kommen wir nun zu den inneren und äußeren Werten des Watersmokers.

Aufbau des Watersmokers

Ein Watersmoker sieht auf den ersten Blick aus wie ein stark in die Höhe gezogener Kugelgrill. Er besteht aus vier Ebenen, die jeweils unterschiedliche Bauteile beinhalten. Nachfolgend schauen wir uns die einzelnen Ebenen und die 8 wichtigsten Bauteile genauer an, als Beispiel dient ein moderner Watersmoker mit Ventilen.

Watersmoker - Der Aufbau

1. Wasserschale:

Die mit Wasser gefüllte Schale ist das wesentliche Merkmal des Watersmokers. Die heisse Luft aus dem Bodenteil erwärmt das Wasser und der Dampf strömt nach oben in den Garraum. Das macht das Grillgut schön saftig, denn die Wasserpartikel verhindern das Austrocknen.

Die Wasserschale hat noch eine weitere, wichtige Funktion: Sie verhindert, dass das heiße Fett auf die glühende Kohle tropft und so möglicherweise die Entstehung von gesundheitsschädlichen Substanzen verhindert.

2. Bodenteil:

Die Basis des Watersmokers bildet das Bodenteil. Am Bodenteil befestigt sind ein paar stabile Beine, die das komplette Gewicht tragen.

Wenn der Watersmoker mit Sand/Wasser, Brennmaterial und Grillgut gefüllt ist, kann er schon mal an die 50kg wiegen. Deshalb sollte bei der Wahl darauf geachtet werden, dass die Beine einen stabilen, nicht wackeligen Eindruck machen.

Im Bodenteil befinden sich üblicherweise einige Luftventile für die Regulation der Luftzufuhr.

3. Hitzeschild:

Bei manchen Watersmokern, wie z.B. dem Smokey Mountain, befindet sich unter dem Bodenteil ein Hitzeschild, der die Abstrahlung der Hitze auf den Terassenboden oder Gartenrasen verhindert.

4. Kohlerost:

Der Kohlerost wird ganz unten im Bodenteil, ca. 5 cm vom Boden entfernt, eingehängt. Der Abstand ist nötig, damit der Sauerstoff von unten ungehindert an die Glut gelangen kann. Auf diesem Rost platziert man später das Brennmaterial.

5. Kohlering:

Damit die Kohle auch schön dort bleibt, wo sie hingehört, wir in den modernen Watersmokern der Kohlering verwendet. Dieser sieht aus, wie ein langes, dünnes Blech, mit großen, runden Öffnungen.

Im Prinzip könnte man einen Watersmoker auch ohne Kohlering verwenden. Dies hätte allerdings die Folge, dass die Hitze auch an den äussersten Rändern des Smokers entstehen würde – und genau das wollen wir nicht, denn wir brauchen die Hitzequelle direkt unter der Wasserwanne.

Es gibt auch Watersmoker mit einem Kohle-Korb, der im Bodenteil eingehängt wird. Hier gibt es vergleichen zum Kohlering keine nennenswerten Unterschiede, was die Effektivität anbetrifft.

6. Stacker:

In der Mitte eines jeden Watersmokers befindet sich der Stacker. Der Stacker wird dicht am Bodenteil befestigt, beherbergt die einzelnen Grillrost-Ebenen und eine Tür (oder mehrere – für jeden Grillrost eine).

Mehrere Türen können ganz praktisch sein, denn man kommt so ganz einfach an das jeweilige Grillgut (zum Einpinseln oder umdrehen) oder die Wasserschale (zum Nachfüllen) dran.

Ein Watersmoker mit mehreren Türen ist zum Beispiel der ProQ Frontier.

7. Grillroste:

Über der Wasserschale werden die Grillroste eingehängt, dort wird das Grillgut platziert. Die modernen Watersmoker verfügen meistens über 2 Grillroste, es gibt aber auch Modelle mit 3 und mehr.

8. Deckel:

Ganz oben schliesslich befindet sich der Deckel. Dieser ist normalerweise mit einem Thermometer ausgestattet, es empfehlt sich jedoch auch die Temperatur mit einem zusätzlichen Thermometer zu messen. Ausserdem befinden sich im Deckel die Abluftventile und der Griff.

Achten Sie darauf, dass der Deckel immer passgenau im Stacker sitzt und nicht auf ihm.

Funktionsweise des Watersmokers

Ein Watersmoker funktioniert im Grunde wie ein Kaminofen im heimischen Wohnzimmer. Da warme Luft eine geringere Dichte als kalte Luft hat, entsteht eine thermische Konvektion (der Kaminzugeffekt). Die warme Luft steigt nach oben und zieht kalte, sauerstoffreiche Luft hinterher.

Zunächst tritt Frischluft durch die unteren Ventile in den Watersmoker ein. Die Kohle wird mit Sauerstoff versorgt, brennt dadurch ab und produziert Wärme im Inneren des Smokers. Die warme Luft steigt nach oben, umgibt das Grillgut und entweicht schliesslich durch die oberen Ventile.

Watersmoker - Funktionsweise

Inbetriebnahme des Watersmokers

Wer kann sich noch an die Vier-Elemente-Lehre in der Schule erinnern? Diese besagt, dass das Sein aus 4 Grundelementen besteht: Feuer, Wasser, Luft und Erde. Was hat das mit dem Watersmoker zu tun?

Ganz einfach: bei der Arbeit mit dem Watersmoker kommen alle vier Elemente zum Einsatz.

Feuer – denn ohne Glut keine Hitze.

Wasser – Wie der Name schon sagt, ein Watersmoker (zu deutsch Wassersmoker) kommt ohne Wasser nicht aus.

Luft – Durch die heisse Lust wird das Grillgut gegart. Auch die Glut kann ohne Sauerstoff nicht glühen.

Erde – Es gibt Methoden, bei denen der Watersmoker statt mit Wasser, mit einem festen Material gefüllt wird, nämlich mit Erde, Sand oder Steinen. Weiter unten wird die Methode mit allen Vor- und Nachteilen beschrieben.

Watersmoker anfeuern

Jetzt kann es endlich losgehen! So feuert man den Watersmoker richtig an:

Watersmoker anfeuern

Schritt 1: Die Kohle in einem Anzündkamin gut durchglühen.

Je nach dem, welches Produkt man verwendet, kann es bis zu 45 Minuten dauern, bis die Kohle richtig durchgeglüht ist. In der Zwischenzeit kann man schon mal das Wasser kochen.

Schritt 2: Die Kohle in den Kohlering schütten und gleichmässig verteilen.

Gut durchgeglüht kommt die Kohle in den Kohlering. Hier müssen Sie darauf achten, dass die komplette Kohle gleichmässig verteilt wird. Das wirkt sich positiv auf die Temperaturverhältnisse aus.

Schritt 3: Stacker einsetzen und die Wasserwanne einhängen.

Das Mittelteil am besten schon so ausrichten, dass man später gut an die Klappe rankommt. Wenn der Stacker fest sitzt, kann die Wasserwanne eingehängt werden.

Schritt 4: Heißes Wasser in die Wanne einfüllen.

Kaltes Wasser ginge theoretisch am Anfang auch, weil der Smoker noch kalt ist. Aber wir wollen nicht unnötig warten. Später, wenn der Smoker auf Betriebstemperatur ist, sollte man immer nur heißes Wasser nachfüllen. Kaltes Wasser würde die Temperaturverhältnisse sofort zerstören – nichts ist mehr Gift für einen Watersmoker, als schwankende Temperatur. Die kann auch durch plötzlich auftretenden, starken Wind oder Regen entstehen. Also den Smoker bitte immer schön wind- und regengeschützt aufstellen.

Schritt 5: Deckel schliessen und Ventile einstellen

Jetzt kann der Smoker geschlossen werden. Anschliessend stellen wir die Ventile ein: Normalerweise reicht es bei gutem Wetter, die Ventile auf ca. ein Drittel offen zu stellen. Dann beobachten wir, wie die Temperatur langsam ansteigt. Low and Slow ist hier die Devise. Unser Ziel ist, dass sich die Temperatur bei ca. 110 – 130 Grad Celsius einpendelt.

Schritt 6: Pellets platzieren

„Ich habe Feuer gemacht“ – schrie Tom Hanks in „Verschollen – Cast Away“. Das haben wir zwar mit der Kohle im Grunde auch, aber was ist mit dem Rauch? Den erzeugen wir jetzt, mit Hilfe von Räuchermaterial. Durch die Versorgungsklappe werden Pellets oder spezielle Chips direkt auf der Glut platziert und der Smoker tut endlich, was sein Name besagt: er raucht.

Jetzt ist das Setting perfekt: es glüht, raucht und blubbert, die Temperatur ist auf dem richtigen Level. Höchste Zeit, das Grillgut aufzulegen.

Die Sand-Methode

Eine alternative und weit verbreitete Methode, den Watersmoker zu betreiben, ist die Sand-Methode. Hierbei wird die Wasserwanne statt mit Wasser, mit feinem Spielsand gefüllt. Die Methode hat gleich mehrere Vorteile:

  • Sand verdampft nicht – somit muss er auch nicht nachgefüllt werden – wir sparen uns den Aufwand, was besonders bei langen Smoke-Sessions gold wert ist
  • Sand speichert die Wärme gleichmässiger, als Wasser – das macht den Smoker unempfindlicher gegen Temperaturschwankungen

Und so gehen Sie dabei am besten vor:

Schritt 1: Die Wasserwanne mit Alufolie auslegen.

Ohne Folie würde das Fett seinen Weg durch den Sand bis zur Wanne finden und dort festbrennen.

Schritt 2: Die Wasserwanne füllen.

Die Wanne mit dem Spielsand bis ca. 3cm unter den Rand füllen und gleichmässig glattstreichen.

Schritt 3: Sand von oben mit Alufolie abdecken.

An den Rändern die Folie vorsichtig umschlagen, wenn Du mehrere Folienstücke verwendest, am besten mit Tape miteinander verkleben.

Schritt 4: Nach dem Smoken die obere Folie abnehmen.

Vor der nächsten Session mit neuer Folie abdecken. Wenn alles ordentlich abgedeckt war, muss der Sand nur alle 10-20 Smoker-Sessions gewechselt werden.

Die Minion-Ring-Methode

Die Anwendung der Sand-Methode führt zu einer weiteren Überlegung: wohin mit der vielen Energie? Da Sand ja bekanntlich nicht verdampft, gibt er die volle Hitze in den Garraum ab. So viel Hitze wollen wir aber gar nicht haben.

Wie wäre es dann einfach mit weniger Kohle? Macht Sinn, das Problem ist allerdings, dass der Sand relativ lange braucht, um überhaupt auf Temperatur zu kommen. Und wir wollen ausserdem die Hitze über lange Zeit behalten. Daher ist das mit einfach weniger Kohle nicht gelöst. Wir brauchen mittlere Hitze, die über eine lange Zeit verfügbar ist, unabhängig davon, ob wir Wasser oder Sand verwenden.

Hier kommt die nach dem Erfinder Jim Minion benannte Methode ins Spiel, die sich mit 3 Wörtern beschreiben lässt: heiss erhitzt kalt.

Watersmoker - Die Minion-Ring-Methode

Schritt 1: Gleichmässig große Briketts einkaufen, damit man sie gut aneinanderreihen kann. Meine Lieblings-Briketts für die Minion-Ring-Methode sind die Kokoko Eggs. Diese brennen nicht so schnell ab wie andere, minderwertige Briketts. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende. Mit den Kokoko Eggs, die aus Kokosnuss-Schalen gepresst sind, brennt ein Minion-Ring locker bis zu 25 Stunden.

Schritt 2: Die Briketts in 3 Reihen ringsrum auf dem Kohlerost legen. Keinen vollen Ring bilden, sondern etwa einen halben. Damit wird sichergestellt, dass unser Ring nicht in beide Richtungen abbrennt und wir noch genügend Platz haben für die Starter-Briketts.

Schritt 3: Auf die unteren 3 Reihen noch 2 weitere Brikett-Reihen drauf legen.

Schritt 4: Chips, Chunks, Smokepipes oder was auch immer man für die Rauchentwicklung am liebsten verwendet, auf die obere Reihe legen.

Schritt 5: Etwa 15 Briketts im Anzündkamin durchglühen und an das Ende des Minion-Rings legen. Dabei können ein paar Briketts oben drauf gelegt werden, der Rest einfach dran ans Ende.

Schritt 6: Alles an Kohle, was am Ende der Session übrig bleibt (nicht angefangen hat zu glühen), kann man zurück in die Kohlepackung tun.

Das schöne am Minion-Ring ist, dass sich durch die gleichmässig gelegten Briketts die Sauerstoff-Zufuhr nicht verändert, wodurch die Temperatur im Inneren sehr konstant bleibt. Wenn man einen solchen mit Sand & Minion betriebenen Watersmoker erstmal mit Ventilen eingeregelt hat, kann er schon mal für eine ganze Nacht ohne Aufsicht laufen – ein Traum für alle Pulled-Pork oder Beef-Brisket-Liebhaber.

Die alternative Minion-Ring-Methode

Es gibt noch eine weitere Minion-Ring-Legemethode, die weit verbreitet ist, die wir allerdings für suboptimal halten. Hierbei wird ein vollständiger Kohlering gebildet und in der Mitte ein ca. 10cm großes Loch für die Starter-Briketts übrig gelassen. In das Loch werden die glühenden Kohlen geschüttet und diese brennen dann ringförmig von Innen nach Aussen ab.

Das Problem bei dieser Legemethode ist die Kontrolle der Temperatur: Beim ringförmigen Abbrennen können mal mehr, mal weniger Briketts Feuer fangen. Das erschwert unser Vorhaben, eine möglichst stabile Temperatur über viele Stunden zu erreichen.

Watersmoker - Die alternative Minion-Ring-Methode

Welche der 3 Methoden (Klassisch, Sand, Minion) ist für das Betreiben eines Watersmokers nun am besten? Darüber scheiden sich die Geister. Deshalb gilt hier: ausprobieren und selbst bewerten! Viele Profis bevorzugen die Kombination aus Sand & Minion-Ring, da sie für ihre Arbeitsweise die meisten Vorteile bieten.

Temperatur richtig regeln

Für die Temperaturregelung sind bei einem Watersmoker 3 Faktoren entscheidend:

  • die Menge der Kohle (Kohlering ca. 75% füllen)
  • die Anordnung der Kohle (möglichst gleichmässig bis zu den Rändern des Kohlerings, oder Minion-Ring bilden)
  • die Menge des zugeführten Sauerstoffs (hier kommen die Ventile ins Spiel).

Alle drei Faktoren lassen sich in einem Watersmoker hervorragend regeln. Dies ist besonders wichtig, da wir eine möglichst gleichmäßige Temperatur über den kompletten Grillvorgang hinweg erreichen wollen.

Watersmoker selber bauen

Wer es sich zutraut, kann einen Watersmoker (oder besser gesagt UDS – Ugly Drum Smoker) auch selbst bauen. Ein paar relativ einfach erhältliche Elemente und etwas Geschick: schon steht der selbstgebaute Watersmoker. Hier eine grobe Liste der benötigten Elemente:

  • Eine große Tonne
  • Ein paar Räder
  • Runde Grillroste
  • Räder
  • Ventile
  • und natürlich eine Wasserschale

Eine genaue Bauanleitung finden Sie auf dieser Seite. Viel Spaß!

Die bekanntesten Watersmoker-Hersteller

Es gibt inzwischen einige etablierte Watersmoker-Hersteller, deren Produkte in Deutschland erhältlich sind. Marken-Smoker sind oftmals etwas teurer, als No-Name-Modelle, was niemanden wirklich verwundern dürfte. Dafür bekommt man dann auch geprüfte Qualität, ohne böse Überraschungen.

Nachfolgend stellen wir Ihnen die bekanntesten Watersmoker-Hersteller inklusive der beliebtesten Geräte vor.

Weber Watersmoker

Das US-amerikanische Unternehmen Weber ist einer der Vorreiter des Smoker- und Grill-Trends. Schon 1952 erfand George Stephen den inzwischen weltbekannten Kugelgrill und gründete die Firma Weber-Stephen Products LLC.

Weber stellt keine klassischen Barrel-Smoker her, sondern hat sich auf Holzkohlegrills, Gas- und Elektrogrills spezialisiert. Sehr beliebt sind die Watersmoker von Weber, wie zum Beispiel der Smokey Mountain. Der bekannteste Holzkohlegrill ist der Smokey Joe.

Eine Übersicht der in Deutschland erhältlichen Watersmoker von Weber ist hier zu finden.

Rösle Watersmoker

Das Allgäuer Familienunternehmen Rösle zählt zu den führenden Herstellern von Küchenwerkzeugen, Töpfen und BBQ-Grills. Bereits vor mehr als 130 Jahren in 1888 gegründet, hat sich Rösle mit Qualität Made In Germany einen Namen gemacht und jede Menge Designpreise gewonnen.

Eine Übersicht der in Deutschland erhältlichen Rösle Watersmoker ist hier zu finden.

Mac’s BBQ (ProQ) Watersmoker

Das britische Unternehmen Mac’s BBQ stellt seit einigen Jahren die sehr beliebten ProQ-Watersmoker her. Das Einsteigermodell ProQ Ranger Elite und der Bestseller ProQ Frontier Elite sind dabei die bekanntesten auf dem deutschen Markt.

ProQ Watersmoker zeichnen sich durch sehr gute Verarbeitung und relativ gutes Preis-Leistung-Verhältnis aus.

Eine Übersicht der in Deutschland erhältlichen ProQ Watersmoker ist hier zu finden.

Napoleon Watersmoker

Die Firma Napoleon Grills wurde im Jahr 1975 vom deutschstammigen Wolfgang Schroeter in Kanada gegründet. Obwohl die Produktpalette den Schwerpunkt bei den Gasgrills hat, stellt Napoleon einige sehr interessante Watersmoker her.

Der mit Abstand bekannteste ist der Apollo Watersmoker (Link), der auch bei Napoleon direkt erhältlich ist.

Eine Übersicht der in Deutschland erhältlichen Napoleon Watersmoker ist hier zu finden.

Watersmoker Bestseller

Der Watersmoker Markt ist zwar nicht so unübersichtlich wie bei den Barrel-Smokern, ein Blick auf die meistverkauften Geräte lohnt sich dennoch. Zu den bekannteren Herstellern wie Weber oder ProQ gesellen sich jedes Jahr neue Hersteller dazu.

Deshalb haben wir die folgende Liste angefertigt, die als eine kleine Recherche-Starthilfe für Einsteiger und fortgeschrittene Watersmoker-Fans dienen soll. Die Liste enthält die aktuell beliebtesten Watersmoker in Deutschland und wird von uns regelmässig aktualisiert.

Wie ermitteln wir die Bestseller?

Die nachfolgend aufgeführten Watersmoker sind nach Amazons internen BSR (Amazon Bestseller Rank) absteigend sortiert. Der BSR spiegelt die Anzahl der Verkäufe in einer Kategorie und wird von Amazon stündlich aktualisiert. Wir aktualisieren diese Liste 2x täglich und bieten Ihnen damit stets eine aktuelle Übersicht.

Hinweis: Diese Watersmoker werden zur Zeit zwar am meisten verkauft, das bedeutet jedoch nicht, dass sie in allen Belangen am besten sind. Oft sind die beliebtesten Watersmoker einfach die günstigsten. Mit dem niedrigen Preis geht jedoch auch die entsprechende Qualität einher.

Die aktuelle Watersmoker Bestsellerliste

Hier die 3 derzeit am häufigsten verkauften Watersmoker in Deutschland:

Weiterführende Links und Quellen