Hoch aufgegangen, luftig im Inneren und rundum gleichmäßig knusprig: So sahen die Brote aus, die der Fornello Supremo in unserem Test gebacken hat. Gut drei Wochen lang hat ein Haushalt mit drei bis vier Personen mehr als acht Weizen-, Vollkorn- und Mischbrote mit dem Gerät gebacken. Die Bedienung war einfach, Zeitvorwahl, Warmhalten und Nussspender funktionierten. Zwei Dinge verlangen Geduld: Der Knethaken blieb manchmal im Brot stecken, und das Display ohne Hintergrundbeleuchtung ist bei schwachem Licht schwer zu lesen. Dazu klären wir, was der PFAS-Prüfbericht zur Keramikform belegt und was nicht.

Transparenz

Fornello hat uns den Supremo kostenlos für diesen Test überlassen. Geld ist nicht geflossen, inhaltliche Vorgaben gab es nicht, und der Hersteller hat diesen Text vor der Veröffentlichung nicht gesehen. Wir haben das Gerät gut drei Wochen im Familienalltag genutzt und ergänzend Herstellerunterlagen, den Prüfbericht und veröffentlichte Käuferberichte ausgewertet.

Unser Testurteil

Der Fornello Supremo ist eine gute Wahl für Familien, die regelmäßig Weizen- und Mischbrot backen und eine keramisch beschichtete Backform mit nachvollziehbarem Prüfbericht suchen. Die Brote in unserem Test gingen hoch auf, hatten eine luftige Krume und eine gleichmäßig knusprige Kruste. Die Bedienung erschließt sich schnell. Abzüge gibt es für das Display ohne Hintergrundbeleuchtung und den Knethaken, der gelegentlich im Brot stecken bleibt. Wer Backform und Haken in die Spülmaschine stellen möchte, ist hier falsch: Fornello schreibt Handwäsche vor.

Was wir gut drei Wochen getestet haben

Der Supremo kam am 14. September 2026 in der Redaktion an. Bis zum 8. Oktober backte ein Haushalt mit drei bis vier Personen damit mehr als acht Brote: Weizen- und Weißbrote sowie Vollkorn- und Mischbrote, jeweils nach Rezepten aus dem mitgelieferten Fornello-Heft. Wir haben Zeitvorwahl, Warmhalten, Brotgröße und Bräunungsstufe genutzt und den Spender für Nüsse und Saaten ausprobiert. Sonderprogramme wie Kuchen, Marmelade oder glutenfreies Brot waren nicht Teil unseres Tests.

Prüfpunkt Herstellerangabe Unser Befund
Gerät Fornello Supremo, 710 Watt Typenschild: Modell MBF-010, 710 Watt, Made in China
Brotsorten 19 Programme, darunter Vollkorn, Sauerteig und glutenfrei Weizen-, Vollkorn- und Mischbrote nach Fornello-Rezepten
Kruste Bräunung hell, mittel oder dunkel Gleichmäßig gebräunt und knusprig
Aufgehen und Krume Keine konkrete Angabe Hoch aufgegangen, luftige Krume
Herauslösen Keramisch beschichtete Backform Brot löste sich nach kurzem Schütteln
Knethaken Kann laut Rezeptheft im Brot bleiben Mal in der Form, mal im Brot
Lautstärke Keine Angabe Beim Kneten hörbar, sonst ruhig
Reinigung Handwäsche, keine Spülmaschine Form und Haken mussten eingeweicht werden
Bedienung Englischsprachiges Display Einfach; Display ohne Hintergrundbeleuchtung schwer lesbar
Zusatzfunktionen Zeitvorwahl, Warmhalten bis 1 Stunde, Nussspender Alle drei genutzt, ohne Probleme
Geruch Keine Angabe Auch beim ersten Backen kein Fremdgeruch

Die Marke hinter dem Supremo: zwei Brüder und ein Gerät aus China

Fornello ist eine junge niederländische Marke, die ihre Geräte über den eigenen Online-Shop, bol.com und Amazon verkauft. Für Fragen bietet Fornello Support per WhatsApp und E-Mail an, werktags von 9 bis 17 Uhr.

Recherche-Fakten

  • Hinter Fornello steht die Fornello B.V. mit Sitz in Groenekan bei Utrecht (niederländische Handelskammer KvK 42009445). Gegründet haben die Marke die Brüder Steije und Lars Pieters.
  • Laut eigener Firmengeschichte entstand die Marke im Juni 2023. Den Gerätehersteller suchten die Gründer im Oktober 2024 auf der Kanton-Messe in China.
  • Das Typenschild unseres Testgeräts nennt Modell MBF-010, 710 Watt und „Made in China“. Das Angebot eines Drittanbieters bei Amazon.de nennt dagegen 1.000 Watt (Stand: 8. Oktober 2026).
  • Außerhalb der Niederlande verkauft Fornello den Supremo als EU-Modell mit englischsprachigem Display.

Aufstellen und erster Start: kein Fremdgeruch, wenig Aufwand

Der Supremo hat ein Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl und einen schwarzen Deckel mit Sichtfenster. Fornello gibt das Gewicht mit 6,3 Kilogramm an. Zum Lieferumfang gehören laut Hersteller Backform mit Knethaken, Messbecher, Messlöffel, ein Haken zum Entfernen des Knethakens, ein Rezeptheft und eine Anleitung mit QR-Codes zu Anleitungsvideos.

Fornello Supremo von vorn auf einer Holzarbeitsplatte: Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl mit Griff, schwarzer Deckel mit Sichtfenster und Bedienfeld
Unser Testgerät in der Küche: Edelstahlgehäuse, schwarzer Deckel mit Sichtfenster, rechts das Bedienfeld.

Viele neue Küchengeräte riechen beim ersten Aufheizen nach Kunststoff oder Schutzöl. Beim Supremo war das nicht der Fall: Schon beim ersten Brot roch es in unserer Küche nur nach Brot. Planen Sie einen festen Platz auf der Arbeitsplatte ein, denn mit 6,3 Kilogramm trägt sich das Gerät nicht nebenbei aus dem Schrank.

Bedienung: sechs Tasten, 19 Programme, ein dunkles Display

Die Bedienung erschließt sich ohne langes Lesen. Rechts sitzen sechs Sensortasten: Plus und Minus, „Loaf“ für die Brotgröße (500, 750 oder 1.000 Gramm), „Color“ für die Bräunung, „Menu“ für die Programmwahl und „Start/Stop/Pause“. Die 19 Programme stehen nummeriert auf dem Deckel (siehe Titelbild), von „Soft Bread“ über „Whole-Wheat“ und „Multigrain“ bis „Gluten Free“ und „Jam“. Sie wählen eine Nummer, stellen Größe und Bräunung ein und starten.

Die Programmnamen sind nur auf Englisch. Das stört im Alltag wenig, weil Sie mit Nummern arbeiten und die Rezepte im Fornello-Heft das passende Programm nennen. Deutlich mehr gestört hat uns das Display. Es hat keine Hintergrundbeleuchtung und war dadurch oft schwer zu lesen, vor allem bei schwachem Licht. Während des Backens dimmt es laut Fornello-Rezeptheft zusätzlich, um Strom zu sparen. Ein kurzer Druck auf Plus oder Minus schaltet die Anzeige wieder ein, ohne das Programm zu unterbrechen. Das hat bei uns funktioniert, an der fehlenden Beleuchtung ändert es aber nichts. Dasselbe nennt auch das niederländische Portal kookenpan.nl in seiner Auswertung von Käuferberichten.

Display: Licht an beim Einstellen

Stellen Sie Programm, Größe und Bräunung bei guter Beleuchtung ein, vor allem abends vor dem Start mit Zeitvorwahl. Merken Sie sich die Nummern Ihrer Lieblingsprogramme. Dann reicht ein kurzer Blick auf die Ziffer, um Fehlstarts zu vermeiden. Wollen Sie während des Backens die Restzeit sehen, tippen Sie kurz auf Plus oder Minus.

Die Zeitvorwahl haben wir mehrfach genutzt, um morgens frisches Brot zu haben. Fornello nennt auf der Produktseite bis zu 15 Stunden Vorlauf und rät, dabei keine Eier oder Milchprodukte zu verwenden, weil diese über Nacht verderben können. Die Warmhaltefunktion hält das Brot laut Hersteller bis zu eine Stunde warm. Danach sollte es aus der Form: Das Fornello-Heft warnt, dass Brot oder Kuchen, die stundenlang in der Form bleiben, der Beschichtung schaden können.

Kneten und Spender: hörbar, aber kein Störfaktor

Beim Kneten ist der Supremo deutlich zu hören, in den übrigen Phasen bleibt er ruhig. Als störend haben wir das nicht empfunden. Wer das Gerät in einer offenen Wohnküche nahe am Schlafbereich aufstellt, sollte bei der Zeitvorwahl trotzdem bedenken, wann die Knetphase läuft.

Blick in die geöffnete Backform des Fornello Supremo während des Knetens: Teigkugel in der Mitte, feine Teigfäden an den Wänden
Knetphase im Test: In der Mitte bildet sich die Teigkugel, an den Wänden hängen noch feine Teigfäden.

Der automatische Spender im Deckel gibt Nüsse, Saaten oder Rosinen zum richtigen Zeitpunkt in den Teig. Bei unseren Broten mit Saaten hat das zuverlässig geklappt. Ein lautes Klacken oder Piepen während des Knetens ist laut Fornello-Rezeptheft normal: Dann öffnet sich die Spenderklappe, bei manchen Programmen auch dann, wenn der Spender leer ist.

Backergebnis: hoch aufgegangen, gleichmäßig gebräunt

Das Ergebnis ist der stärkste Punkt des Supremo. Die Brote gingen in unserem Test hoch auf und hatten eine lockere, luftige Krume. Die Kruste war rundum gleichmäßig gebräunt und knusprig, ohne helle Oberseite oder dunkle Ecken. Das galt für die hellen Weizenbrote ebenso wie für die schwereren Vollkorn- und Mischbrote. Bei allen Broten haben wir uns an die Mengen und Programme aus dem Fornello-Heft gehalten.

Fornello Supremo von oben mit geöffnetem Deckel, fertig gebackenes Brot in der beige beschichteten Backform, daneben Display und Sensortasten
Herstellerfoto: So zeigt Fornello den Supremo mit fertigem Brot in der Backform.

Diese Treue zum Rezept ist ein guter Rat für den Start. Häufige Ursachen für misslungene Brote sind ungenaue Mengen, eine falsche Wassertemperatur oder alte Hefe. Unser Ratgeber zu den acht häufigsten Fehlern mit dem Brotbackautomaten erklärt die wichtigsten Stellschrauben. Fornello bietet für das erste Brot zudem eine „30 Tage Erstes-Brot-Garantie“ an: Gelingt es nicht, gibt es laut Hersteller das Geld zurück.

Knethaken und Herauslösen: ein Schütteln, manchmal ein Handgriff mehr

Das fertige Brot kam in unserem Test nach kurzem Schütteln aus der Form. Einen Spatel brauchten wir nicht, und es blieben keine Krustenreste an der Beschichtung hängen. Das spricht für die Antihaftwirkung der Keramikform in den ersten Wochen.

Leere, beige-braun beschichtete Backform des Fornello Supremo mit Bügelgriff und eingesetztem Knethaken, von oben fotografiert
Die keramisch beschichtete Backform mit eingesetztem Knethaken.

Beim Knethaken war das Bild gemischt. Mal blieb er beim Stürzen in der Form, mal steckte er unten im Brot und musste herausgezogen werden. Fornello beschreibt das im eigenen Rezeptheft: Vor allem bei festeren Teigen wie Vollkorn-, Dinkel- oder glutenfreiem Brot kann der Haken im Brot bleiben und hinterlässt dann höchstens ein kleines Loch. Fornello empfiehlt, den Haken vor dem Einfüllen leicht einzuölen. Für das Herausziehen liegt ein eigener Haken bei. Messer oder Gabeln haben in der Form nichts zu suchen: Fornello warnt ausdrücklich vor Metallgegenständen in der Keramikform.

Der Prüfbericht: 679 PFAS-Stoffe, keiner nachweisbar

Viele Käufer interessiert der Supremo wegen seiner Backform. Laut Fornello bestehen Backform und Knethaken aus Aluminium mit Keramikbeschichtung, ohne PTFE (Teflon) und ohne PFOA. Belegen soll das ein Bericht des Prüfunternehmens Intertek, den Fornello uns vollständig zur Verfügung gestellt hat. Wir haben alle 35 Seiten gelesen.

Der Bericht mit der Nummer GZHH00640412 stammt vom 10. April 2026. Auftraggeber ist die Fornello B.V. Geprüft wurden zwei vom Hersteller eingereichte Geräte der Typen MBF-010 und MBF-013. Unser Testgerät trägt laut Typenschild die Nummer MBF-010. Als geprüfte Komponente nennt der Bericht eine „braune Beschichtung auf Metall“; das Probenfoto im Bericht zeigt Backform und Knethaken. Intertek untersuchte nach der europäischen Norm EN 17681-1:2025 insgesamt 679 einzelne PFAS-Verbindungen. Keine davon war nachweisbar, bei den meisten Stoffen lag die Nachweisgrenze bei 0,01 Milligramm pro Kilogramm.

Auch die gesetzlich geregelten Stoffe PFOS und PFOA sowie ihre verwandten Verbindungen fand das Labor nicht. Damit hält die geprüfte Beschichtung die Grenzwerte der EU-Verordnung über langlebige organische Schadstoffe ein. Fornello wies uns vor der Veröffentlichung darauf hin, dass frühere Unterlagen das Beschichtungspulver des Zulieferers betrafen. Maßgeblich für die fertige Backform ist der Intertek-Bericht.

So lesen Sie einen PFAS-Prüfbericht

Prüfen Sie vier Punkte: Wer hat die Prüfung beauftragt? Welches Bauteil steht in der Komponentenliste? Stimmt die Modellnummer mit Ihrem Gerät überein? Und welche Methode wurde verwendet? Eine Einzelstoff-Analyse wie hier sucht gezielt nach einer Liste von PFAS-Verbindungen. Ob eine Beschichtung Fluorpolymere wie PTFE enthält, zeigt sie nicht direkt; dafür bestimmen Labore den Gesamtfluorgehalt. Mehr dazu in unserem Ratgeber PFAS-freie Küchengeräte: Was Hersteller belegen müssen und im Hintergrund PFAS im Alltag vermeiden.

Unsere Einordnung: Fornello legt für die fertige Form einen aktuellen, eigenen Prüfbericht mit Berichtsnummer, Methode und vollständiger Stoffliste vor. Käufer können damit nachvollziehen, welches Bauteil mit welcher Methode geprüft wurde. Die Berichtsnummer lässt sich über die Prüfseite von Intertek kontrollieren.

Reinigung: Einweichen statt Spülmaschine

Bei der Reinigung braucht der Supremo etwas Zeit. Form und Knethaken mussten wir nach dem Backen einweichen, bevor sich Teigreste vollständig lösten. Vor allem rund um den Knethaken setzt sich Teig fest. Nach dem Einweichen lösten sich die Reste.

Backraum des Fornello Supremo ohne Backform: ringförmiger Heizstab am Boden und runde Antriebskupplung in der Mitte
Der Backraum ohne Form: Der Heizstab liegt ringförmig am Boden, in der Mitte sitzt die Kupplung für den Knethaken-Antrieb.

Die Spülmaschine ist tabu. Fornello rät im Rezeptheft davon ab und schließt in den Garantiebedingungen Schäden durch abweichende Reinigung, etwa in der Spülmaschine oder mit Scheuermitteln, aus. Auch Kratzer und Verfärbungen gelten dort als kosmetische Schäden und fallen nicht unter die Garantie. Benutzen Sie deshalb keine Metallwerkzeuge in der Form und keine kratzenden Schwämme.

Dass Keramikbeschichtungen schonende Pflege brauchen, legt auch die Forschung nahe. Eine Studie der Universität Córdoba fand 2024 bei Pfannen mit Keramikbeschichtung nach 90 Pfannkuchen-Durchgängen deutlich höhere Haftkräfte als bei PTFE-Pfannen. Die Studie untersuchte Pfannen, keine Brotbackformen. Sie erklärt aber, warum sich schonende Reinigung bei Keramik besonders lohnt.

Was kostet ein Brot aus dem Supremo?

Ein Brot aus dem Automaten ist deutlich günstiger als vom Bäcker. Laut einer YouGov-Auswertung lag der Durchschnittspreis für ein Kilo Brot in deutschen Bäckereien zuletzt bei 5,03 Euro (Stand: Juli 2025). Im Supremo kosten die Zutaten für ein 1.000-Gramm-Brot nach unserer Schätzung je nach Mehl grob 0,70 bis 1,10 Euro. Dazu kommt der Strom. Eine eigene Messung haben wir nicht durchgeführt. Ratgeber nennen für Brotbackautomaten 0,3 bis 0,6 Kilowattstunden pro Backvorgang. Bei 0,4 Kilowattstunden und 37 Cent pro Kilowattstunde (Durchschnitt laut BDEW, August 2026) wären das rund 15 Cent pro Brot.

Brotkosten-Rechner: Wann hat sich der Supremo bezahlt gemacht?

Vier Angaben genügen. Die Rechnung nutzt offen ausgewiesene Annahmen.

1 Wie viele Brote backen Sie pro Woche?
2 Welches Brot backen Sie meistens?
3 Welche Brotgröße?
4 Was zahlen Sie sonst für ein Kilo Brot?
Ihr Ergebnis
Rechenbasis: Gerätepreis 158,45 Euro (149,95 Euro plus 8,50 Euro Versand im Fornello-Shop, Stand: Oktober 2026). Zutaten pro 1.000-Gramm-Brot rund 0,70 Euro (Weizen) beziehungsweise 1,10 Euro (Vollkorn/Misch), eigene Annahme auf Basis von Discounter-Mehlpreisen zwischen 0,65 und 1,30 Euro pro Kilo, Stand Oktober 2026. Strom: 0,4 Kilowattstunden pro Brot als Annahme, nicht gemessen (Ratgeber nennen 0,3 bis 0,6 Kilowattstunden), zu 37,0 Cent pro Kilowattstunde (BDEW-Strompreisanalyse, August 2026). Bäckerei-Schnitt 5,03 Euro pro Kilo laut YouGov (dpa, Juli 2025). Echte Werte hängen von Rezept, Programm und Tarif ab.

Ein Beispiel: Wer pro Woche zwei Weizenbrote mit 1.000 Gramm backt statt sie beim Bäcker zu kaufen, spart laut Rechner rund 430 Euro im Jahr. Der Supremo ist dann nach etwa 19 Wochen bezahlt. Unser Ratgeber zu Brotbackautomaten vergleicht diese Rechnung mit anderen Geräteklassen.

Preis, Garantie und Service: direkt beim Hersteller am günstigsten

Im Fornello-Shop kostet der Supremo 149,95 Euro, dazu kommen 8,50 Euro Versand nach Deutschland (Stand: 8. Oktober 2026). Die Lieferung dauert laut Fornello zwei bis vier Werktage. Bei Amazon.de bot ihn zum selben Zeitpunkt nur ein Drittanbieter für 164,99 Euro an. Der Direktkauf ist damit günstiger und bietet die längeren Herstellerfristen.

Fornello gibt zwei Jahre Garantie. Wer das Gerät über den QR-Code im Rezeptheft registriert, bekommt laut Hersteller ein drittes Jahr dazu. Hinzu kommen 30 Tage Rückgaberecht mit kostenlosem Retourenlabel und die erwähnte Erstes-Brot-Garantie. Beschädigte Formen oder Knethaken lassen sich laut Rezeptheft mit Foto über einen QR-Code melden; Fornello schickt dann Ersatz.

Häufige Fragen

Ist die Backform des Fornello Supremo PFAS-frei?
Der Intertek-Bericht GZHH00640412 fand in der Beschichtung keine der 679 geprüften PFAS-Verbindungen. Das Probenfoto zeigt Backform und Knethaken, geprüft wurden Geräte der Typen MBF-010 und MBF-013. Dass die Beschichtung kein PTFE enthält, ist eine Herstellerangabe; eine Einzelstoff-Analyse weist Fluorpolymere wie PTFE nicht direkt nach.

Darf die Backform in die Spülmaschine?
Nein. Fornello rät davon ab und schließt Schäden durch Reinigung in der Spülmaschine von der Garantie aus. Weichen Sie Form und Haken stattdessen in warmem Wasser ein.

Warum bleibt der Knethaken manchmal im Brot?
Laut Fornello kommt das vor allem bei festeren Teigen wie Vollkorn-, Dinkel- oder glutenfreiem Brot vor. In unserem Test passierte es gelegentlich. Fornello empfiehlt, den Haken vor dem Einfüllen leicht einzuölen, und legt einen Haken zum Herausziehen bei.

Hat der Supremo ein deutsches Display?
Nein. Außerhalb der Niederlande verkauft Fornello ein EU-Modell mit englischen Programmnamen. Die Programme sind nummeriert, die Rezepte im Heft nennen das passende Programm.

Für wie viele Personen reicht der Supremo?
Der Supremo backt Brote mit 500, 750 oder 1.000 Gramm. Unser Haushalt mit drei bis vier Personen hat damit in gut drei Wochen mehr als acht Brote gebacken.

Lohnt sich der Supremo gegenüber Bäckerbrot?
Finanziell ja, wenn Sie regelmäßig backen. Mit dem Brotkosten-Rechner oben sehen Sie, nach wie vielen Wochen sich das Gerät bei Ihrem Verbrauch bezahlt macht.

Fazit der Redaktion

Der Fornello Supremo erfüllt die Hauptaufgabe eines Brotbackautomaten sehr ordentlich: Er backt Weizen-, Vollkorn- und Mischbrote, die hoch aufgehen, innen luftig sind und eine gleichmäßig knusprige Kruste haben. Die Bedienung ist einfach, und Zeitvorwahl, Warmhalten und Spender machen ihn alltagstauglich für eine Familie. Dazu kommt ein aktueller, eigener Prüfbericht zur Beschichtung, den Fornello offenlegt.

Die Abstriche sind klar benannt. Das Display ohne Hintergrundbeleuchtung ist im Alltag die größte Schwäche, besonders abends beim Einstellen der Zeitvorwahl. Der Knethaken bleibt gelegentlich im Brot, und Form und Haken brauchen nach dem Backen eine Einweichpause. Über die Haltbarkeit der Keramikbeschichtung nach Monaten können wir nach gut drei Wochen noch nichts sagen. Wir nutzen das Gerät weiter und ergänzen den Test, wenn sich daran etwas ändert.

Unser Urteil: empfehlenswert für Familien, die mehrmals pro Woche Weizen- und Mischbrot backen und eine keramisch beschichtete Form mit offengelegtem PFAS-Prüfbericht suchen. Wer jedes Teil in die Spülmaschine stellen möchte oder sein Gerät oft im Halbdunkel bedient, sollte zu einem anderen Modell greifen.

Aus unserem Praxistest

Fornello Supremo Brotbackautomat

Für Familien, die regelmäßig Weizen-, Vollkorn- und Mischbrot backen

Im gut dreiwöchigen Test hoch aufgegangene, luftige Brote mit gleichmäßig knuspriger Kruste. Einfache Bedienung mit Zeitvorwahl, Warmhalten und Nussspender. 149,95 Euro plus 8,50 Euro Versand (Stand: Oktober 2026).

  • Stärke: Gleichmäßiges Backergebnis bei Weizen-, Vollkorn- und Mischbrot nach den Herstellerrezepten.
  • Besonderheit: Keramisch beschichtete Backform mit aktuellem Intertek-Prüfbericht (679 PFAS-Verbindungen nicht nachweisbar), bis zu drei Jahre Garantie nach Registrierung.
  • Einschränkung: Display ohne Hintergrundbeleuchtung, Knethaken bleibt gelegentlich im Brot, Form und Haken nicht spülmaschinengeeignet.

So ist dieser Test entstanden

Getestet wurde ein kostenlos überlassener Fornello Supremo (Typenschild: MBF-010, 710 Watt) vom 14. September bis 8. Oktober 2026 in einem Haushalt mit drei bis vier Personen. Gebacken wurden mehr als acht Weizen-, Vollkorn- und Mischbrote nach Rezepten aus dem Fornello-Heft. Wir prüften Bedienung, Zeitvorwahl, Warmhalten, Spender, Lautstärke, Backergebnis, Herauslösen, Knethaken und Reinigung. Strom, Backzeiten und Brotgewichte haben wir nicht gemessen. Alle Fotos stammen aus unserem Test, bis auf das gekennzeichnete Herstellerfoto im Abschnitt zum Backergebnis. Ergänzend werteten wir den Intertek-Bericht GZHH00640412, das Faktenblatt, Produktseite, Rezeptheft und Garantiebedingungen von Fornello sowie veröffentlichte Käuferberichte aus. Fornello hatte weder Einfluss auf das Urteil noch eine Vorabansicht des Textes.