Vorbei sind die Zeiten, in denen man die Schublade herausziehen musste, um zu prüfen, ob die Pommes schon braun sind – und dabei wertvolle Hitze verlor. Das Sichtfenster ist das bestimmende Feature des Jahres 2025. Doch Glas in einem 240-Grad-Hochofen ist eine technische Herausforderung. Wir zeigen, welche Hersteller die Isolierung im Griff haben und wo Sie sich wortwörtlich die Finger verbrennen.

Anzeige | Letzte Aktualisierung am 1. Januar 2026 um 19:02 | Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Falls ein empfohlenes Produkt nicht verfügbar ist, zeigen wir ersatzweise ein vergleichbares Produkt.

Aktuelle Empfehlungen

🏆 Der Innovations-Sieger: Philips 4000 Series „Stacked“ (NA460/00)

Für kleine Küchen & Großfamilien (Das Raumwunder)

Das Urteil: Philips löst mit diesem Modell das größte Problem von Dual-Basket-Fritteusen: den Platzbedarf. Anstatt die Körbe nebeneinander zu stellen, stapelt Philips sie übereinander. Das Ergebnis ist eine vollwertige 10-Liter-Doppelkammer-Maschine, die weniger Stellfläche benötigt als viele Single-Geräte.

  • Warum wir ihn empfehlen: Die „Stacked“-Bauweise ist genial für volle Arbeitsplatten. Mit insgesamt 10 Litern (2x 5 Liter) bietet er mehr Volumen als die Konkurrenz. Die bewährte „RapidAir“-Technologie sorgt für exzellente Luftzirkulation in beiden Etagen.
  • Killer-Feature: Die asymmetrische Anordnung erlaubt es, in der oberen oder unteren Etage zu garen, ohne dass sich Gerüche vermischen. Beide Zonen haben Sichtfenster zur vollen Kontrolle.
  • Nachteil: Durch die Bauhöhe wirkt das Gerät etwas wuchtig (turmartig) und passt eventuell nicht unter sehr tief hängende Oberschränke (Maße prüfen!).

🥈 Der Preis-Leistungs-Sieger: COSORI Dual Basket 8,5L (R903)

Der Community-Liebling

Das Urteil: Cosori liefert mit dem Modell R903 (CAF-R903-AEU) genau das, was die Masse sucht: Viel Volumen für einen fairen Preis. Mit 8,5 Litern Gesamtkapazität und zwei großen Sichtfenstern ist er der direkte Herausforderer der teureren Ninja-Modelle.

  • Warum wir ihn empfehlen: Die Bedienung ist selbsterklärend und die „Sync-Finish“-Funktion (beide Körbe werden gleichzeitig fertig) arbeitet zuverlässig. Die Körbe sind tief genug für ein ganzes Hähnchen (ca. 1,2 kg) pro Seite.
  • Besonderheit: Cosori hat eine der größten Online-Communities. Es gibt unzählige Rezepte und Tipps speziell für dieses Modell, was den Einstieg enorm erleichtert.
  • Verarbeitung: Solider Kunststoff, wirkt aber haptisch etwas einfacher als beim Bosch oder Philips Modell.

🥉 Der Design-Tipp: BOSCH Serie 6 (MAF671B0)

Für Markenbewusste & Single-Zone Fans

Das Urteil: Bosch steigt spät, aber gewaltig in den Markt ein. Die Serie 6 ist keine Dual-Zone-Fritteuse, sondern setzt auf einen riesigen 7,2-Liter-Korb. Das macht sie ideal für große Braten oder Auflaufformen, die nicht in geteilte Körbe passen.

  • Warum wir ihn empfehlen: Wer „Made by Bosch“-Qualität in der Küche schätzt, wird hier glücklich. Das Gerät wirkt sehr wertig, die Spaltmaße stimmen und das Design ist angenehm minimalistisch. Das Sichtfenster ist hervorragend isoliert.
  • Ideal für: Nutzer, die keine komplizierten Menüs wollen. Die 7 Automatik-Programme decken den Alltag ab. Zudem sind Korb und Gitter extrem spülmaschinenfreundlich konstruiert.
  • Einschränkung: Es ist „nur“ eine Single-Zone. Wer Pommes und Schnitzel gleichzeitig machen will, muss stapeln oder nacheinander garen.

Die Evolution der Heißluft: Warum 2025 das Jahr des Sichtfensters ist

Noch vor wenigen Jahren galt der Airfryer als bloßes Gadget für fettarme Pommes frites. Die Geräte waren oft klobige Plastikeier, deren Innenleben ein Mysterium blieb, bis man die Schublade öffnete. Dieses „Black-Box-Prinzip“ hatte einen gravierenden thermischen Nachteil: Wer neugierig war, verlor Hitze. Jedes Öffnen der Lade, um den Bräunungsgrad zu prüfen, ließ die Temperatur im kleinen Garraum um 20 bis 40 Grad abstürzen. Das Gerät musste nachheizen (der sogenannte „Rebound-Effekt“), was die Garzeit verlängerte und die Kruste von empfindlichem Gebäck ruinieren konnte.

Ende 2025 hat sich das Blatt gewendet. Aktuelle Marktdaten zeigen, dass fast 50 Prozent der Haushalte in der DACH-Region ein solches Gerät besitzen, und bei Neuanschaffungen ist das Sichtfenster zum Standard avanciert. Marken wie Philips, Ninja und Cosori haben erkannt, dass der Konsument den Airfryer nicht mehr nur als Fritteusen-Ersatz, sondern als primären Mini-Konvektionsofen nutzt. Ob Brot, ganze Hähnchen oder Aufläufe – komplexe Garprozesse erfordern visuelle Kontrolle ohne Temperaturverlust.

In diesem Ratgeber analysieren wir die Technik hinter der Scheibe, erklären, warum Glas nicht gleich Glas ist, und worauf Sie achten müssen, um keinem Marketing-Blendwerk aufzusitzen.

Die 5 Goldenen Regeln für den Kauf

Wer heute in einen Airfryer investiert, sollte sich nicht von bunten Displays blenden lassen. Die Qualität steckt im Detail. Basierend auf unserer Marktanalyse haben wir fünf harte Kriterien definiert, die ein gutes Gerät heute erfüllen muss.

1. Isolierung vor Design: Das Glas-Kriterium

Ein Sichtfenster ist thermisch gesehen die Schwachstelle eines jeden Ofens. Glas leitet Wärme besser als eine isolierte Kunststoffwand. Billige Modelle nutzen oft einfaches, dünnes Glas. Die Folge: Die Front wird gefährlich heiß (Verbrennungsgefahr für Kinderhände) und der Energieverbrauch steigt.

Die Regel: Achten Sie auf Mehrfachverglasung. Premium-Modelle nutzen 2025 eine Konstruktion aus einer inneren Scheibe (hitzebeständiges Borosilikatglas) und einer äußeren Schutzscheibe (Polycarbonat), getrennt durch eine isolierende Luftschicht. Machen Sie im Laden den „Klopf-Test“: Klingt es massiv und dumpf, ist es meist mehrfach verglast. Klingt es hell und dünn, ist Vorsicht geboten.

2. Anti-Fog-Technologie: Der klare Durchblick

Was nützt ein Fenster, wenn es nach zwei Minuten beschlägt? Besonders bei wasserhaltigen Speisen wie tiefgekühltem Gemüse entsteht sofort Dampf. Gute Geräte (z.B. von Philips oder Ninja) nutzen interne Luftleitkanäle („Air Curtains“). Ein Teil des heißen Luftstroms wird gezielt an der Innenseite der Scheibe entlanggeführt. Dies verhindert Kondensation effektiv. Fehlt diese Technik, ist das Fenster in den ersten 10 Minuten „blind“ und somit nutzlos.

3. Innenraum-Material: Metall schlägt Plastik

Ein massiver Kritikpunkt der letzten Jahre war der Geruch nach erhitztem Kunststoff („New Plastic Smell“). 2025 trennt sich hier die Spreu vom Weizen.

Das No-Go: Reine Kunststoff-Innenräume bei Geräten über 100 Euro.

Der Standard: Hochwertige Geräte nutzen Innenwände aus Edelstahl oder beschichtetem Metall. Dies reflektiert die Hitze besser (höhere Effizienz), ist geruchsneutral und lässt sich leichter reinigen, da sich Fett nicht in die Poren von Kunststoff einbrennen kann.

4. Heiztechnik: Carbon vs. Spirale

Die klassische Heizspirale (ähnlich einem Tauchsieder) ist robust, aber träge. Der Trend 2025 geht zu Carbon-Infrarot-Heizelementen (z.B. bei der Cosori Turbo Blaze). Diese haben praktisch keine Vorheizzeit und geben Strahlungswärme ab, die tiefer ins Gargut eindringt. Für ein perfektes Steak ist Carbon der Spirale überlegen.

5. Variable Lüftersteuerung (DC-Motoren)

Achten Sie auf die Angabe „DC-Motor“ oder „Gleichstrommotor“. Ältere AC-Motoren konnten oft nur „An“ oder „Aus“. DC-Motoren können die Drehzahl variieren. Das ermöglicht erst echte Programme wie „Dörren“ (langsame Luft, niedrige Hitze) oder „Turbo“ (maximale Luftgeschwindigkeit) und macht die Geräte signifikant leiser (45-55 dB statt >60 dB).

⚠️ Experten-Tipp: Das „Reinigungs-Paradoxon“

Viele Hersteller werben mit „spülmaschinenfest“. Unsere Erfahrung zeigt: Seien Sie vorsichtig bei Körben mit Sichtfenster. Die Verbindungstellen zwischen Glas und Korb-Material sind sensibel. Aggressive Spülmaschinensalze können die Dichtungen angreifen, was langfristig dazu führt, dass sich Fettwasser und Spülmittelreste zwischen den Glasscheiben sammeln – ein hygienischer Albtraum, der sich nicht mehr reinigen lässt.

Unsere Empfehlung: Wischen Sie Körbe mit Sichtfenster lieber von Hand aus. Die Antihaftbeschichtung macht das ohnehin sehr einfach.

Die Preisklassen im Check

Was können Sie für Ihr Budget erwarten? Der Markt ist 2025 klar segmentiert.

  • Einsteiger-Klasse (50 € – 90 €): Hier finden sich oft Marken wie Xiaomi, Medion oder Cecotec. Erwarten Sie Kunststoffgehäuse und einfachere Heizspiralen. Das Sichtfenster ist hier oft vorhanden, aber prüfen Sie die Isolierung! Die Xiaomi Smart Air Fryer Serie ist hier die positive Ausnahme mit guter Verglasung und App-Anbindung, jedoch oft geringerem Volumen.
  • Mittelklasse (90 € – 160 €): Der „Sweet Spot“. Hier dominieren Modelle wie die Philips 3000 Series oder Tefal Dual Easy Fry. Features wie DC-Motoren und verbesserte Keramikbeschichtungen halten Einzug. Die Geräte sind leiser und langlebiger.
  • Premium-Klasse (ab 160 €): Hier spielen Ninja (Foodi MAX) und Cosori (TwinFry). Sie zahlen für Metall-Innenräume, echte Dual-Zone-Technologie, Ober-/Unterhitze und massive Bauweise. Diese Geräte sind als voller Backofen-Ersatz konzipiert.

Technik-Check & Buzzwords

In den Produktbeschreibungen werden Sie auf Begriffe stoßen, die wir hier entschlüsseln.

Dual Blaze (Ober- und Unterhitze)

Ein „Gamechanger“ für alle, die im Airfryer backen wollen. Klassische Airfryer haben nur oben eine Heizspirale. Bei dickem Gargut (Kuchen, Brot) verbrennt oft die Oberseite, während der Boden teigig bleibt. Dual Blaze (vor allem von Cosori vorangetrieben) integriert ein zweites Heizelement unter dem Korb. Sensoren steuern beide separat. Das Ergebnis: Perfekte Böden ohne Wenden.

Dual Zone vs. TwinFry

Hier herrscht Verwechslungsgefahr.

Dual Zone (z.B. Ninja): Zwei physisch getrennte Körbe. Ideal für Fleisch + Beilage, die unterschiedlich lange brauchen. Gerüche übertragen sich nicht.

TwinFry / FlexDrawer: Ein riesiger Korb, der durch einen herausnehmbaren Teiler separiert werden kann. Der Vorteil: Nimmt man den Teiler raus, hat man Platz für eine ganze Pizza oder einen Braten. Dies ist der Trend 2025 für Großfamilien.

Steam / Dampffunktion

Einige Nischenmodelle (z.B. von Panasonic) integrieren Wassertanks für Dampfstöße. Das verbessert die Saftigkeit bei Hähnchen, macht die Geräte aber wartungsintensiver (Verkalkung) und teurer.

BauformVorteileNachteileIdeal für
Single Basket
(Klassisch)
Kompakt, schnellste Aufheizzeit, günstig.Kapazitätslimit, nur eine Speise gleichzeitig.Singles, Paare, kleine Küchen.
Dual Zone
(2 Schubladen)
Komplette Mahlzeiten (Fleisch + Gemüse) synchron fertig. Keine Geruchsübertragung.Braucht viel Platz, Zonen oft schmal (keine Pizza).Familien (Standard-Essen).
TwinFry / Hybrid
(Großraum + Teiler)
Maximale Flexibilität (Pizza MÖGLICH), Backofen-Ersatz.Teurer, Aufheizzeit etwas länger durch großes Volumen.Großfamilien, Party-Küche.

Die Marken-Landschaft

Wer steht wofür? Eine Orientierungshilfe ohne Modell-Wirrwarr.

  • Philips: Der Erfinder. Steht für Premium-Verarbeitung und das beste Zubehör-Ökosystem (Backformen, Grillroste). Die App „HomeID“ ist marktführend. Technisch sehr solide, aber oft teurer als die Konkurrenz.
  • Ninja (SharkNinja): Der amerikanische Kraftprotz. Steht für „Power“ und „Volume“. Ninja-Geräte heizen oft aggressiver (bis 240°C), was sie zu den Meistern der Knusprigkeit macht. Das Design ist industriell-robust.
  • Cosori: Der Tech-Innovator. Cosori hat sich vom Preis-Leistungs-Geheimtipp zum Technologieführer (Dual Blaze, DC-Motoren) gemausert. Sie bieten oft High-End-Features zum Mittelklasse-Preis.
  • Xiaomi: Der Smart-Home-Spezialist. Fokus auf Design (Weiß, Minimalistisch) und Konnektivität. Wer seinen Airfryer per Google Assistant starten will, landet hier.

Schritt 5: Gesundheitsaspekte & Materialien

Ein Thema bewegt unsere Leser 2025 besonders: PFAS und Teflon. Obwohl PTFE-Beschichtungen bei korrekter Nutzung (unter 260°C) als sicher gelten, suchen viele nach Alternativen.

Der Markt hat reagiert. Besonders Ninja setzt in vielen Editionen auf Keramikbeschichtungen. Diese sind frei von PTFE und PFOA, extrem hart und hitzebeständig bis 450°C. Auch wenn die Antihaft-Wirkung von Keramik historisch gesehen schneller nachließ als bei Teflon, zeigen Tests der 2025er Generation verbesserte Rezepturen.
Wer absolute chemische Reinheit sucht, muss zu Nischenprodukten mit Glaskörben greifen (z.B. KeMar), muss dort aber Abstriche bei der Knusprigkeit machen, da Glas Wärme schlechter leitet als Aluminium.

Wirtschaftlichkeit – Lohnt sich das?

Ist der Hype gerechtfertigt oder steht hier nur ein weiteres Gerät herum? Wir haben nachgerechnet.
Die Effizienz des Airfryers resultiert aus dem kleinen Garraum. Einen 60-Liter-Backofen für zwei Aufbackbrötchen aufzuheizen, ist energetischer Unsinn (ca. 1,0 kWh Verbrauch). Der Airfryer erledigt denselben Job ohne Vorheizen mit ca. 0,2 kWh. Eine Ersparnis von 80%.

Anders sieht es aus, wenn Sie für eine 5-köpfige Familie kochen. Müssen Sie im Airfryer drei Chargen nacheinander fahren, ist der große Umluftofen oft effizienter und schneller.
Faustregel: Für Mengen bis 1,5 kg (ca. 3-4 Personen) gewinnt der Airfryer fast immer. Bei täglicher Nutzung als Ofen-Ersatz amortisiert sich ein 100-Euro-Gerät durch die Stromersparnis bereits nach ca. 18 Monaten.

💡 Tipp: Das Licht-Management

Ein gutes Sichtfenster benötigt gutes Licht. Achten Sie darauf, dass das Licht abschaltbar ist. Bei günstigen Geräten brennt es oft permanent, was unnötig Strom kostet und das Leuchtmittel verschleißt. Philips und Cosori bieten hier intelligente Standby-Lösungen, bei denen das Licht nach einer Minute ausgeht und per Tastendruck reaktiviert werden kann.

Häufige Fragen (FAQ)

Muss ich einen Airfryer vorheizen?
Im Gegensatz zum Backofen: Nein. Aufgrund des kleinen Garraums und der starken Umluft ist die Betriebstemperatur meist in 2-3 Minuten erreicht. Neuere Modelle mit Carbon-Heizelementen benötigen gar keine Vorheizzeit mehr. Legen Sie das Essen direkt ein; dies spart Energie.

Kann ich Backpapier im Airfryer verwenden?
Ja, aber mit Vorsicht. Das Papier darf niemals lose im Korb liegen, während das Gerät aufheizt. Der starke Luftstrom kann das Papier ans Heizelement saugen – Brandgefahr! Beschweren Sie das Papier immer mit Lebensmitteln oder nutzen Sie spezielle magnetische Silikonmatten. Bei Modellen mit Sichtfenster sollten Sie darauf achten, dass das Papier nicht die Sicht versperrt.

Wie reinige ich das Heizelement oben?
Das ist oft die Achillesferse. Fettspritzer brennen sich dort ein. Ziehen Sie den Stecker und drehen Sie das abgekühlte Gerät vorsichtig auf den Kopf. Reinigen Sie die Spirale/das Element mit einer weichen Bürste und etwas Spülwasser. Niemals aggressive Ofensprays in das Gerät sprühen, da diese die Ventilatoren beschädigen können.

Schmecken Pommes aus dem Airfryer wirklich wie frittiert?
Sie schmecken „anders“, aber für 90% der Nutzer „besser“. Sie erreichen ca. 85-90% der Knusprigkeit einer Öl-Fritteuse, haben aber einen intensiveren Kartoffelgeschmack, da sie nicht mit Fett vollgesogen sind. Der Schlüssel ist die Qualität der Tiefkühlware (die bereits vorfrittiert ist) oder bei frischen Kartoffeln die Zugabe von einem Esslöffel Öl.

Warum riecht mein neuer Airfryer nach Plastik?
Das ist bei neuen Geräten mit Kunststoffelementen leider normal („Ausgasen“). Reinigen Sie Korb und Innenraum vor der ersten Nutzung gründlich. Lassen Sie das Gerät dann 1-2 Mal für 20 Minuten bei 200°C leer laufen (am besten bei offenem Fenster oder unter der Abzugshaube). Bei hochwertigen Geräten mit Metallinnenraum sollte der Geruch nach dem zweiten Durchlauf verschwunden sein.

Lohnt sich ein Gerät mit zwei Schubladen für einen Single-Haushalt?
Meistens nicht. Die Geräte sind sehr groß. Ein Single-Basket-Gerät oder ein Modell wie der Cosori TwinFry (wo man den ganzen Raum nutzen kann) ist flexibler. Die zwei kleinen Schubladen der Dual-Zone-Geräte sind oft zu schmal für eine normale Pizza oder größere Auflaufformen.

Wird das Sichtfenster außen heiß?
Das ist ein Qualitätsindikator. Bei guter Doppelverglasung sollte es handwarm bis maximal 50-60 Grad werden. Bei billiger Einfachverglasung kann es fast Innentemperatur erreichen. Vorsicht bei Haustieren und Kindern!

Brauche ich spezielles Zubehör?
Nicht zwingend, aber es hilft. Eine Silikonzange (um die Beschichtung nicht zu zerkratzen) ist Pflicht. Für Kuchen empfehlen sich kleine Springformen (18-20 cm), die in den Korb passen. Ein Ölsprüher ist besser als Pinsel, um Speisen hauchdünn zu benetzen.

Was ist der Unterschied zwischen Airfryer und Heißluftherd?
Die Intensität. Ein Airfryer erzeugt einen viel stärkeren Luftstrom auf viel kleinerem Raum („Tornado-Effekt“). Dadurch wird Wärme effizienter übertragen, was für die typische Knusprigkeit sorgt („Maillard-Reaktion“), die ein normaler Umluftofen so nicht hinbekommt.

Kann ich Alufolie verwenden?
Ja, aber sie blockiert den Luftstrom. Wenn Sie Alufolie nutzen, legen Sie diese nur unter das Essen, decken Sie es aber nicht ab, sonst gart es nicht. Säurehaltige Speisen (Tomaten, Zitrone) sollten nicht auf Alu in den Airfryer, da sich Aluminium lösen kann.

Fazit

Der Airfryer ist erwachsen geworden. Mit der Generation 2025 und der Standardisierung des Sichtfensters ist aus dem Nischengerät ein ernstzunehmender Konkurrent für den klassischen Backofen geworden. Das Sichtfenster ist dabei weit mehr als ästhetisches Beiwerk – es ist der Schlüssel zu konstanter Temperatur und besseren Backergebnissen, da die Lade geschlossen bleiben kann.

Für den Verbraucher ist die Lage erfreulich: Die Technik der Premiumklasse (Dual Zone, DC-Motoren) sickert zunehmend in die Mittelklasse durch. Wer heute kauft, sollte auf Doppelverglasung und Metall-Innenräume bestehen. Unsere Empfehlung: Investieren Sie lieber 30 Euro mehr in ein Gerät von Cosori oder Ninja, als sich jahrelang über beschlagene Scheiben und Plastikgeruch bei No-Name-Geräten zu ärgern. Ihr Stromzähler und Ihr Gaumen werden es Ihnen danken.

Konstantin Laue - Verbraucher Online
Konstantin Laue ist ein begeisterter Technik-Freak mit einem besonderen Interesse an Gadgets und Smart Home. Nach seinem Studium der Elektrotechnik arbeitete er zunächst als Entwickler für ein großes Technologieunternehmen, bevor er sich entschloss, seine Leidenschaft für die neuesten Technologietrends mit anderen zu teilen. Seitdem schreibt er als freier Autor für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Plattformen und gibt seinen Leserinnen und Lesern Einblicke in die Welt der smarten Geräte und digitalen Innovationen.

Kommentar hinterlassen

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein